WLAN oder Zigbee für die Rollladensteuerung?
WLAN ist eine naheliegende Wahl, wenn Sie passende Rollladengeräte direkt in Ihr vorhandenes WLAN einbinden möchten. Zigbee kommt infrage, wenn Sie ein dafür geeignetes System mit Koordinator beziehungsweise Gateway nutzen oder aufbauen. Welche Lösung besser passt, hängt von Ihrer vorhandenen Technik, der Funkabdeckung und den tatsächlich unterstützten Funktionen ab.

Was Sie mit WLAN einplanen
CURRYSMARTER Gen6 W01, Gen7 W12, der Gurtwickler W17 W2.0 und das Unterputz-Relais SC100 verwenden laut ihren Anleitungen ein 2,4-GHz-WLAN sowie Smart Life beziehungsweise Tuya. Für diese WLAN-Anbindung benötigen sie keinen Zigbee-Koordinator. Bluetooth wird in den Einrichtungsanleitungen zum Finden des Geräts eingesetzt; daraus folgt keine eigenständige dauerhafte Bluetooth-Steuerung.
Prüfen Sie die WLAN-Abdeckung am tatsächlichen Montageort. Entscheidend ist nicht nur, ob das Smartphone im Raum Empfang hat. Eine Wanddose, die Geräteposition und die Gebäudestruktur können die Bedingungen am Schalter beeinflussen. Wenn Sie mehrere Fenster ausstatten, prüfen Sie zunächst ein Gerät an einer repräsentativen Stelle.
Was Sie bei Zigbee zusätzlich prüfen
Zigbee ist ein eigener Funkstandard, den die Connectivity Standards Alliance als Mesh-Lösung beschreibt. Ein Zigbee-Netz benötigt einen Koordinator. Für die Einbindung in eine App oder andere Systeme kommt je nach Lösung ein Gateway oder eine entsprechende lokale Zentrale zum Einsatz. Einzelheiten zum Standard erläutert die Connectivity Standards Alliance.
Die Bezeichnung Zigbee allein bestätigt nicht, dass jede Gerätefunktion mit jedem Gateway verfügbar ist. Prüfen Sie das konkrete Gerät in der Kompatibilitätsliste des gewünschten Systems: Auf und Ab, Prozentpositionen, Kalibrierung und besondere Einstellungen können unterschiedlich unterstützt sein. Ein bereits vorhandenes Gateway ist nur dann ein Vorteil, wenn es das gewünschte Gerät tatsächlich unterstützt.
Die entscheidenden Fragen im Vergleich
| Kriterium | WLAN | Zigbee |
|---|---|---|
| Funknetz | Passendes WLAN am Gerät erforderlich | Zigbee-Netz mit Koordinator erforderlich |
| Vorhandene Infrastruktur | Router und dessen Abdeckung prüfen | Gateway oder Zentrale und Geräteunterstützung prüfen |
| Offline-Funktionen | Vom Gerät und der Ausführung der Automation abhängig | Vom Gerät, der Zentrale und der Automation abhängig |
| Sprachsteuerung | Konkrete Integration prüfen | Konkrete Integration prüfen |
Funkstandard und Offline-Fähigkeit getrennt betrachten
WLAN bedeutet nicht automatisch, dass jede Funktion eine Cloud braucht. Der Gen7 W12 besitzt laut Anleitung bis zu fünf lokale Zeitpläne, die nach einem Internetausfall weiterlaufen. Umgekehrt ist ein Zigbee-System nicht allein wegen seines Funkstandards in jeder App-Funktion offline nutzbar. Fragen Sie deshalb immer: Wo wird genau diese Regel ausgeführt?
So treffen Sie die Auswahl
Wenn Sie bereits Smart Life verwenden und am Fenster stabiles 2,4-GHz-WLAN haben, prüfen Sie zunächst ein passendes WLAN-Modell. Wenn Sie bereits eine Zigbee-Zentrale betreiben, vergleichen Sie deren bestätigte Geräteunterstützung. Für einen Neubeginn zählen neben dem Gerätepreis auch Zentrale, Einrichtung und spätere Pflege des Systems.
Unabhängig vom Funkstandard muss die Steuerung zum Motor passen. Die Gen7 Produktinformationen und der Smart Home Ratgeber helfen bei den nächsten Schritten.